News & Infos > Eventberichte > 2016-03-05 BIOTENSEGRITÄT UND MITGLIEDERVERSAMMLUNG

Biotensegrität oder die Kunst der Wohlspannung

Biotensengrität ist die Anwendung des architektonischen Prinzips Tensegrität auf Strukturen des Lebendigen. Im menschlichen Körper ist es das alles durchdringende Faser-Netzwerk des weichen Gewebes (Bindegewebe, Ligamente, etc.), welches das Kontinuum unter Zug darstellt, während die harten Komponenten, sprich die Knochen, derart in diesem Netz eingebettet und komprimiert werden, daß sie sich nicht berühren.

Über alle Darstellungen hinaus bleibt die beste Annäherung an dieses Prinzip, selbst ein Tensegritätsmodell zu bauen. Dies taten die Teilnehmer mit Begeisterung und bastelten als erstes ein Dreibein.

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Diese konkrete Erfahrung hilft, Qualitäten, die Tensegritätsstrukturen begründen, im Körper greifbar und fühlbar zu machen. Wie sich das Spiel von Druck und Zug schwingend gestaltet; wie die Knochen als „Raumschaffer“ und Aufspanner des Weichgewebes fungieren; welche Rolle das Weichgewebe für die innere Stütze spielt und wie einwirkende Kräfte von diesem in Zug – und nicht in Druck von den Knochen! – durch den Körper übertragen wird; wie Spiralität der Bewegungsgestaltung innewohnt.

Danièle-Claude Martin hat uns mit Charme, Geduld und einigen praktischen Übungen gezeigt, wie wir die Spiralbewegung der Wirbelsäule üben können und dass sich auch Sitzbeinhöcker und Beckenknochen minimal aber spürbar zueinander und auseinander bewegen lassen. 

Hinweis: Wer sich umfassend über Biotensegrität informieren möchte, kann demnächst beim Kiener Verlag das Buch von Danièle-Claude Martin bestellen: Living Biotensegrity 

Nach dem spannenden Weiterbildungsblock genossen wir alle einen ausgiebigen Steh-Lunch im Foyer, bevor wir uns um 14:00 frischgestärkt zur Mitgliederversammlung begaben.

Bericht: Ruth Tandang, Sekretariat